Silvesterstress? So kommt ihr stressfrei ins neue Jahr

//Silvesterstress? So kommt ihr stressfrei ins neue Jahr

Silvesterstress? So kommt ihr stressfrei ins neue Jahr

Silvester – ein tolles Fest für uns, ABER sorge dafür, dass es für Deinen Hund nicht zum Horror wird!

Dein Hund ist neu bei Dir eingezogen und Du möchtest seine erste Erfahrung mit diesem für Hunde sehr außergewöhnlichem und angsteinflößendem Fest so positiv wie möglich gestalten? Oder hast Du einen Hund zuhause, der sich schon die letzten Jahre mit Angst und Panik durch diese Zeit gezittert hat? Wir wollen Dir und Deinem Vierbeiner hier ein paar Tipps geben, diese Zeit so gut wie möglich zu überstehen.

Wissenswertes

Angst zu haben ist bei Hunden, genau wie bei uns, ein angeborenes, biologisches und natürliches Verhalten, welches das Überleben sichert. Somit ist Angst in einem gewissen Maß eine ganz natürliche Reaktion. Eine „gesunde“ Angst ist aber nicht vergleichbar mit einer Phobie oder Panik. Wir wollen Dich unterstützen solch ein Verhalten entweder gar nicht erst entstehen zu lassen, oder es abzutrainieren.

Es gibt verschiedene Ursachen für Phobien. Dies können genetische Dispositionen, mangelhafte Habituation, Lernerfahrung oder versehentliche Verstärkung durch den Besitzer sein.

Genetische Disposition:   

Dies bedeutet eine genetisch festgelegte Angst. Bestimmte Rassen sind z.B. häufiger von einer Geräuschempfindlichkeit betroffen als andere. In einigen Zuchtlinien, tritt eine starke Häufung von Geräuschempfindlichkeiten und Phobien auf – was nicht heißt das jeder Welpe eines Wurfes davon betroffen ist. Aber die Möglichkeit, einen solchen Hund zu bekommen ist deutlich höher.

Mangelhafte Habituation:  

Damit bezeichnet man die fehlende Gewöhnung an Umweltreize im Welpenalter. Durch Habituation wird gelernt, einen Reiz in bestimmten Situationen, in denen er unbedeutend ist, zu ignorieren. Eine dosiertes kennenlernen von verschiedenen Geräuschen, Geräten und Situationen in unserem Alltag hat nicht stattgefunden.

Lernerfahrung:  

Die Angst vor einem bestimmten Geräusch (z.B. Donner) wird im Verlauf immer stärker, da die Angst vor der Angst hinzukommt. Ein Beispiel ist die Angst vor Gewitter: am Anfang ist es der Donner, der die Angst auslöst, dann kann es schon der starke Regen sein, der den baldigen Donner ankündigt und zu guter Letzt reicht der Wind, der den Regen und Donner bringt, um die Angst auszulösen.

Verstärkung durch den Besitzer:    

Damit ist die falsche Zuwendung des Halters bei einem Angstverhalten gemeint. Der Hund versteht die Zuneigung als Lob für sein ängstliches Verhalten und nicht als Beruhigung.

Du als Halter eines Hundes mit einer solchen Phobie möchtest sicherlich schnell helfen und bist schon ganz verzweifelt. Die Geräuschempfindlichkeit ist aber eine Angst, die sich nicht von heute auf morgen lösen lässt, sondern viel Zeit und Geduld bedarf. Lass Dir von uns helfen!

 

Methodenbeispiele, um Angst gar nicht erst entstehen zu lassen

Geräusche CD

Diese CDs gibt es mit verschiedensten Geräuschen, unter anderem mit Silvesterlärm oder Gewitter. Sie sind zur Desensibilisierung gedacht und können gut ins Training eingebaut werden. WICHTIG – dieses Training sollte nur unter professioneller Anleitung eines Fachmanns durchgeführt werden. Wenn Du es allein versuchst und Fehler machst, kannst Du die Angst Deines Hundes deutlich verschlimmern. Dazu reichen Kleinigkeiten, wie falsches Timing oder eine zu schnelle Steigerung. Richtig eingesetzt, kann diese Methode Deinem Hund Stück für Stück zu mehr Gelassenheit verhelfen. Dieses Training ist keine Soforthilfe, sondern muss mind. ein paar Wochen vor Silvester begonnen werden.

Bachblüten

Wer seinen Hund zusätzlich zum richtigen Training unterstützen möchte, kann das z.B. mit Bachblüten machen. Bachblüten werden aus verschiedenen natürlichen Essenzen hergestellt. Am besten richtest Du Dich dafür an einen geeigneten Tierarzt oder Tierheilpraktiker – gern beraten wir Dich, an wen Du Dich wenden kannst. Mit dieser Therapie solltest Du zwei bis drei Wochen vorher beginnen, damit dass eigens für Deinen Hund zusammengestellte Mittel seine Wirkung entfalten kann.

Entspannungsübungen und Massagetechniken

Es gibt viele Entspannungsübungen und Massagetechniken, mit denen Du Deinen Hund aus stressigen Situationen helfen kannst. Auch ein Entspannungswort kann konditioniert werden. Unterstützend bieten sich Gerüche wie Lavendel an, um dem Hund zur Entspannung zu verhelfen. Durch Entspannung kannst Du Deinem Hund zeigen, dass keine Gefahr in Verzug ist und es keinen Grund für Panik gibt.

Adaptil

Adaptil ist eine synthetische Nachbildung des natürlichen Beruhigungspheromons, das von der Mutterhündin gebildet wird, um ihren Welpen ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Es soll Welpen, wie ausgewachsenen Hunden dabei helfen, stressreiche Situationen besser zu bewältigen. Dieses Mittel gibt es in Form von einem Verteiler über die Steckdose, Halsband oder Tabletten. Adaptil kann ein Training unterstützen, aber nicht ersetzten. Außerdem raten wir nicht zu einer dauerhaften und unüberlegten Nutzung.

Tipps für den Silvesterabend

  1. Rückzugsort:

Biete Deinem Hund einen kuscheligen Rückzugsort oder eine Versteckmöglichkeit für die Zeit des Feuerwerks an. Am besten eigenen sich natürlich Orte, die er schon als „sicheren Ort“ kennt.

  1. Beruhigen oder Ignorieren:

Das richtige Mittelmaß zwischen Schutz geben und Deinen Hund nicht versehentlich für ängstliches Verhalten loben ist nun gefragt. Wichtig ist es, Deinem Hund Normalität zu vermitteln.

Bitte vermeide es, ihm ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – also nicht ständig angucken, mehr streicheln als sonst oder ihn mit bemitleidenden Worten überschütten.

Aber auch komplett Ignorieren ist nicht richtig! Sei für Deinen Hund da und strahl Ruhe und Souveränität aus. Setz Dich zu ihm, lies ein Buch, iss etwas und sei selbst entspannt. Sei sein Fels in der Brandung!

Bist Du selbst unsicher und nervös, während Du Deinem Hund Aufmerksamkeit und Nähe gibst, verstärkst Du das ängstliche Verhalten.

  1. Bestrafen:

Bestrafe Deinen Hund niemals für ängstliches Verhalten! Damit erhöhst Du seine Stresslevel und verstärkst seine Angst.

  1. Spaziergang:

Geh frühzeitig mit Deinem Hund spazieren, damit ihr nicht unterwegs seid, wenn das Feuerwerk los geht. Denk daran ihn in den Tagen vorher und nachher nicht von der Leine zu machen – nicht das er dir vor Schreck weg läuft, weil geböllert wird. Ein Geschirr eignet sich an diesen Tagen besonders gut, da sich Dein Hund dort nicht so leicht herausziehen kann, wie aus einem Halsband.

  1. Fenster und Türen:

Versichere Dich, dass alle Fenster und Türen zur Zeit des Feuerwerks geschlossen sind, damit der Lärm von draußen etwas gedämpft wird und Dein Hund nicht weg laufen kann.

  1. Ablenkung:

Das Hundegehirn kann nicht gleichzeitig logisch denken und stark emotional reagieren – Denken schützt also vor Panik. Daher kommen Deinem Hund heute ein neues Spielzeug, ein Kauknochen, ein Kong oder Suchspiele durch die ganze Wohnung sehr entgegen. Kauen und schlucken beruhigt, daher bieten sich gute Leckerbissen wie Fleischwurst, Käsewürfel oder leckere Kauartikel an.

Auch ein eingeschaltetes Radio oder Fernseher, lenkt ein wenig von den Geräuschen draußen ab.

  1. Vertrauen:

Lass Deinen Hund nicht allein, wenn das Feuerwerk beginnt. Die Person seines Vertrauens bei sich zu haben, wird Deinem Hund das Leben leichter machen.

 

Wir unterstützen Dich und Deinen Vierbeiner sehr gern bei dieser Problematik und wünschen Euch allen ein stressfreies Fest.

Weitere Informationen und Hilfestellung in Form von gezieltem Einzeltraining erhältst Du natürlich gern bei HeimatHund. Kontaktiere uns einfach per Mail info@heimathund.de oder unter der Rufnummer 02378/8647000. Wir freuen uns auf Dich.

By | 2015-12-08T13:50:17+00:00 Dezember 8th, 2015|Allgemein|0 Kommentare

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